Griechenland

Tut es noch Not und bzw. oder ist es bei den heutigen Verflechtungen noch möglich, sich auf einen Aspekt zu konzentrieren? Natürlich und gerade erst Recht, denn auch im Großen gelten die Prinzipien von Ursache und Wirkung.

Nicht verstanden?

Die Griechen sind ein sympatisches Volk. Entspannt, gelassen und immer freundlich. Das zu Meist wohl temperierte Klima trägt seinen Teil dazu bei. Bis jetzt alles im grünen Bereich und sicher auch von vielen Deutschen ein erstrebenswerter Zustand. Gegen Laisser-faire spricht überhaupt nichts. Problematisch wird es nur, wenn sich hinter diesem Rücken Machenschaften abspielen, die Vordergründig uninteressant scheinen. Die Niemanden interessieren und irgendwie eigentlich unwichtig anmuten. Die allgemeine Flauschigkeit haben ja auch durchaus die kleinen Souvenirhändler zu schätzen gewußt. Bloß nicht kompliziert und um so mehr ich in der Kasse behalten konnte, um so Besser. Kurz gefasst, Buchführung gleich Null, Abgaben gleich Null.

Bei aller Freundlichkeit gibt es natürlich auch in Griechenland Menschen, die sich Schwachstellen zu Nutzen machen. Hier sind es nicht nur eine Handvoll Industrielle, sondern reicht bis in “gewöhnliche” Angestellten Schichten. Diese Lockerheit wird hierzulande als Korruption bezeichnet und ist bei Manchem vielleicht gern gesehen, prinzipiell aber schon von Gesetzeswegen verbannt. Obwohl eine Hand wäscht die Andere nicht nur in der ehemaligen DDR unabdingbar war, ist es noch immer eine Sprache, die auf der ganzen Welt verstanden wird. In der DDR war es die reine Not, während es sonst den Ausgleich von Gegenseitigkeit ausdrückt.

Ein Staat hat Ausgaben. Fließen die Gelder möglicher Einnahmen an der Steuerkasse vorbei, entsteht ein Defizit. Das ist nichts Neues und damit haben alle EU-Länder zu kämpfen. Es kommt auf die Diskrepanz an und diese war in Griechenland einfach zu Groß, als das dieser Zustand auf Dauer halten würde.

Reden wir nicht drum rum, für ihre Situation sind die Griechen selber verantwortlich. Nicht die EU, nicht der Euro. Die eigene Ignoranz im Hinterfragen, ob das eigene (Fehl)Verhalten folgenlos bleibt, stellte sich Niemand. Zu bequem waren die gewachsenen Angewohnheiten. Bequemlichkeit und Veränderungen vertragen sich nicht. Änderungen bedeuten Bewegung, die derzeit äußerst unbeliebt ist, außer auf der Straße für den alten Status Quo zu schreien. So versucht die Masse Althergebrachtes zum Bleiben zu bewegen. Das ist der Rückwärtsgang und kann nicht nach Vorne führen. Unabhängig von EU und Euro.

Ich mache den Griechen keinen Vorwurf. Ich prangere nur deren Politik an, daß diese nicht in der Lage ist, es dem Volk zu erklären. In Griechenland zeigt sich nun, was passiert, wenn Politik den Draht zum Volk verliert. Unsere Politiker kapieren das zwar nicht, ist hier aber nicht das Thema. Eben so wenig die Europa Zusammenhänge. Die Einzelbetrachtung Griechenlands ist schon schlimm genug.

Wenn Griechenland Europas Zusammenhalt bedroht, müßen die dort raus. Die Griechen müßen sich erstmal selber finden. Die Mentalität muß nicht Grundsätzlich geändert werden, aber ein neues Bewußtsein über Einnahmen und Ausgaben muß etabliert werden. Dies darf nicht zu Lasten der ohnehin Schwachen gehen, sondern muß in allen Schichten ankommen und umgesetzt werden. Griechische Politiker haben aber, wie leider überall festzustellen, nicht diese Rundumsicht, sondern sind fixiert auf Teilbereiche, zum Beispiel die Anforderungen der EU. Das ist nicht nur Blödsinnig, sondern so Kurzsichtig, daß es schon wieder gefährlich ist.

Griechenland muß raus aus der EU, um sich auf sich selber zu konzentrieren. Nur die eigene Identität wird für Stabilität sorgen. Griechenland macht nur 1/27tel von Europa aus, aber es gibt nur ein ganzes Griechenland.

Allerdings gibt es keine fähigen und konsequenten Menschen, die dies erkennen und umsetzen können. Papandreou und Konsorten sind nicht und werden nie in der Lage sein, den notwendigen neuen Weg zu beschreiten. Wie die meisten EU-Länder braucht Griechenland eine charismatische Person, die einen harten Schnitt vollziehen und dem Volk verkaufen kann. Neuseeland, Niederlande und Kanada haben solche Schnitte nicht nur überlebt, sondern sind neu gestärkt daraus hervor gegangen. Dazu ist ein solcher Schnitt schließlich da und warum sollte die Griechen einen solchen nicht überstehen?!

Schade, daß die EU dabei ist, jedes Land kaputt zu machen und nicht begreift, daß sie sich damit selber zerstört!

flattr this!


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